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MEDIKAMENTÖSE
HEPATITIS
Door professeur Yves Horsmans, service
de Gastroentérologie des Cliniques Universitaires Saint-Luc,
1200 Bruxelles.
Contact : Professeur Yves Horsmans - UCL St Luc - 10 av. Hippocrate
B-1200 Bruxelles -
Inhoud : Medicamenteuze hepatitis, medicament, lever, diagnose,
frequentiecijfersë,...
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MEDIKAMENTÖSE
HEPATITIS
INTRODUCTIE
Medikamentöse
Hepatitis ist eine Entzündung der Leber hervorgerufen durch die Anwendung
von Medizinen.
Bevor mit dem Problem der medikamentösen Hepatitis anzufangen ist
es angemessen die Tatsache zu betonen, dass der Gebrauch von Medizinen
das Auftauchen allerhand Formen von Leberkrankheiten kann verursachen:
nicht nur eine Hepatitis sondern auch eine Cholestase, einen Lebertumor,
eine Steatose (Fettanhäufung in der Leber), eine Phospholipidose
(Anhäufung von Phospholipiden in der Leber), eine verkalkende Cholangitis,
eine vaskuläre Erkrankung usw.
Diese Leberkrankheiten können alle durch den Gebrauch von Medikamenten
hervorgerufen werden. Das Problem ist auch heutzutage sehr wichtig, denn
wir nehmen regelmäßig Medizinen ein. Überdies bleibt Lebertoxizität
die erste Ursache von Letalität durch Einnahme von Arzneimitteln
und auch der erste Grund fürs aus dem Handel Ziehen eines Medikaments.
Trotz des Fortschritts im toxikologischen Bereich und der großen
Anzahl der klinischen Studien vor der kommerziellen Verwertung, ist die
Frequenz der medikamentösen Leberkrankheiten im Laufe der Jahre nicht
abgenommen.
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FREQUENTIECIJFERS
Im
Augenblick werden etwa 1 000 Medikamente als potentiell hepatotoxische
anerkannt. Sie verursachen aber selten eine Leberkrankheit: wenn ein Medikament
bei einem gegen hundert Patienten für Lebertoxizität verantwortlich
ist, wird es aus dem Handel gezogen. Für den größeren
Teil der Medikamente situiert sich die Hepatotoxizität zwischen einem
gegen 10 000 und 100 000 Patienten.
Diese Häufigkeitszahl erklärt warum das Hepatotoxizitätsrisiko
meistens erst erkannt wird, nachdem ein Produkt auf den Markt gebracht
wurde: die Anzahl der Patienten in einem klinischen Studium bevor ein
Arzneimittel auf den Markt gebracht wird, liegt fast immer unter 10 000.
Es ist auch sehr schwer um die Toxizität eines Medikaments nachzuweisen,
weil den Mechanismus der Toxizität schwer zu erklären ist. Schon
viele Faktoren werden erwähnt: Genese, Ernährung, Alter, Geschlecht
... kein einziger Faktor ist aber gemeinschaftlich für alle diese
Arten der medikamentösen Toxizität.
Die Diagnose einer medikamentösen Leberkrankheit ist vielleicht das
größte Problem.
Zurück zu medikamentöser Hepatitis: es ist empfehlenswert einen
Unterschied zwischen akuter und chronischer Hepatitis zu machen: eine
akute Hepatitis dauert weniger als sechs Monate während eine chronische
länger als sechs Monate dauert.
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DIAGNOSE
Die Diagnose der Hepatitis kann nicht gestellt werden, wenn die folgenden
Elemente nicht vorhanden sind:
1. das Einnehmen eines Medikaments (der Patient könnte es vergessen
haben!),.
2. eine chronologische Beziehung zwischen dem ersten Gebrauch des Medikaments
und dem Anfang der Leberkrankheit. Meistens ist der Zeitraum weniger als
sechs Monate.
3. andere Ursachen von Hepatitis sollen ausgeschlossen sein: virale, metabole
Arten ...
4. das Beenden vom Gebrauch der Medikamente soll mit einer Besserung der
Leberentzündung verbunden sein.
5. schließlich, sogar wenn es in der klinischen Praxis nicht nötig
sei seine Zuflucht zu diesem Arzneimittel zu nehmen, dennoch soll die
Einnahme jenes Medikaments mit dem Wiederauftauchen der Hepatitis verbunden
sein.
In der Praxis ist es natürlich notwendig Rücksicht zu nehmen
auf diese fünf Elemente; man darf aber auch nicht vergessen, dass
medikamentöse Hepatitis vor allem bei Patienten auftritt, die älter
als 50 sind und verschiedene Arzneimittel einnehmen.
Zum Schluss vergesse man nicht, insofern es Allopathie betrifft, dass
auch phytotherapeutische Medikamente, Exzipientien und chemische Agenzien
Leberkrankheiten hervorrufen können.
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